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7. Exkurs: Aufführungen
Was muß bei der Planung eines kurzen Auftritts beachtet werden?
Wenn ein Akrobatikworkshop stattfindet,
ist es meistens sinnvoll, einen Rahmen für eine kleine Abschlußvorführung miteinzuplanen. Das Publikum können Eltern, Geschwister und FreundInnen beim letzten Termin des Kinderferienprogramms der Stadt,
die anderen
Kinder und Jugendlichen bei einem begrenzten Workshop in einem Jugendhaus sein oder aber es handelt sich sogar um einen Kinderzirkusauftritt mit anderen aufführenden Gruppen in einem großen Kinderzirkusprojekt.
Es ist schwierig, hier allgemeine
Kriterien für die Planung eines Akrobatikauftrittes aufzustellen, da die Situationen, in denen Vorführungen stattfinden, durchaus unterschiedlich sind. Dennoch gibt es bei der Gestaltung
von Nummern für ein Publikum einige grundlegende Fragen zu klären:
Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, die Aufführung
in eine Geschichte zu integrieren oder die akrobatischen Einlagen "nur" als solche zu präsentieren. Besonders jüngeren Kindern fällt es oft leichter, sich die Abfolge der einzelnen Übungen
richtig zu merken, wenn das Ganze in eine Geschichte verwoben wird. Diese Geschichte kann relativ banal, auf keinen Fall sollte sie zu komplex sein, sondern den akrobatischen Einlagen lediglich einen
Rahmen geben.
Kinder und Jugendliche haben oft viele
Ideen, die dann gemeinsam auf ihre Realisierbarkeit überprüft werden müssen. Die gesamte Gruppe soll sich in der schließlich gewählten Geschichte wiederfinden.
Wenn sich die Gruppe auf keine Geschichte
einigen kann oder keine Lust hat, eine Geschichte zu spielen, sind auch sehr gelungene Nummern möglich. Dann muß genau auf den richtigen Ablauf geachtet werden.
Es sollte eine feste Abfolge erarbeitet werden, in der
jeder genau weiß, wann er/sie wohin gehen soll und was zu machen ist. Auch die Zeit, in der einzelne Kinder gerade nichts zu tun haben, sollte mit ihnen geprobt werden. Während der Aufführung sind alle
sowieso aufgeregt, so daß es den Kindern eine große Hilfe ist, einen festen Ablauf zu kennen.
Am einfachsten ist es, wenn es eine
Grundposition gibt (z.B. eine Reihe der Größe nach geordnet), von der aus alle Aktionen beginnen und zu der nach der Pyramide wieder zurückgekehrt wird.
Die Abfolge der einzelnen Übungen sollte
einem Spannungsbogen folgen, d.h. der Schwierigkeitsgrad und die Anzahl der in die Übungen involvierten Kinder sollte steigen. Die schwierigste Pyramide, an der alle irgendwie beteiligt sind, sollte für
den Schluß aufgehoben werden.
Die Kinder und Jugendlichen sollten das
Gesicht stets dem Publikum präsentieren und dabei nicht allzu angestrengt schauen, sondern den Spaß bei der Akrobatik zeigen. Dies wird dadurch erreicht, indem schon beim Üben die Übungen immer einem
imaginären Publikum dargeboten werden.
Auch das abschließende Verbeugen aller sollte vorher geprobt werden.
Die Kleidung sollte optisch ansprechend und trotzdem
praktisch sein. Glitzernde Kostüme, die nicht rutschfest sind und keinen Halt geben, sind denkbar ungeeignet. Für einen Auftritt extra Kostüme zu kaufen oder gar selbst herzustellen ist oftmals zu teuer
und aufwendig. Aber auch mit einfachen Mitteln (z.B. einheitlich getragene schwarze Leggings und weißes T-Shirt) läßt sich ein geschlossenes Auftreten erreichen.
Eine passende musikalische Begleitung steigert den
Gesamteindruck einer Aufführung. Der Rhythmus sollte zu dem Tempo, in dem die Übungen vorgeführt werden, passen. Instrumentalstücke haben den Vorteil, daß es keinen Text gibt, der das Publikum ablenkt.
Bekannte Melodien z.B. aus der Filmbranche haben zudem den Wiedererkennungseffekt.
Wenn der Raum abdunkelbar ist und verschiedene
Lichtquellen zur Verfügung stehen, sollten diese auch eingesetzt werden. Richtig eingestellt verstärken sie die Wirkung der einstudierten Nummer sicherlich.
Durch einige große Stoffe im Hintergrund, einer mit
Girlanden angedeuteten Manege, aufgestellten Stuhlreihen, leiser Zirkusmusik beim Einlaß des Publikums usw. kann der Rahmen für einen Auftritt geschaffen werden.
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