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Circuspädagogik. Erarbeitung einer Konzeption für einen Akrobatik- und Menschenpyramidenworkshop mit dem Ziel einer Präsentation

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ISBN: 3423033274   ISBN: 3423033274   ISBN: 3423033274   ISBN: 3423033274 
 
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Eine schwierigere Fortführung dieser Übung ist die Fahne. (Siehe Skizze I)

I

Dabei muß U ihre Knie aneinanderpressen. O steht seitlich mit nur einem Bein auf den Knien von U. Das andere Bein führt sie mit abgewinkeltem Fuß hinter den Nacken von U, die den Kopf nach hinten drücken muß, um O Halt zu geben. Langsam neigen sich beide zurück bis O durchgestreckt ist, das gemeinsame Gleichgewicht muß dabei ständig gefunden werden.

Für den Abgang müssen sich beide wieder an den Händen fassen, O bringt erst das obere Bein, dann das andere auf den Boden zurück.

Die Hilfestellung entspricht der oberen Übung.

 

  • “Flieger”

Fußflieger:

U liegt am Boden, O steht dicht davor. Es herrscht Blickkontakt und der doppelte Hand-Hand-Griff wird benützt. U positioniert ihre Füße an der Hüfte von O, die Fußballen liegen innen, die Zehenspitzen außen an. (Siehe Skizze J)

J

Auf Kommando springt O nach vorne oben ab. Der Handkontakt hilft dabei, das Gleichgewicht zu halten. U streckt die Beine durch. O versucht, den ganzen Körper zu spannen. Dies geschieht automatisch, wenn O versucht, nach vorne oben zu schauen. Der Handkontakt wird reduziert und schließlich aufgehoben. U versucht das Gleichgewicht mit Hilfe der Bewegung der Fußgelenke herzustellen und zu halten.

Der Abbau erfolgt, indem U O langsam nach unten hinten auf die Füße führt, die Hände können dabei wieder als Hilfe zusammengeführt werden.

Die Hilfestellung sollte darauf achten, daß O nach vorne mit ihrem Gewicht auf den Oberkörper von U fallen könnte. Sie steht am besten seitlich und hat einen Arm unter dem Oberkörper von O griffbereit, der andere Arm sollte über den Beinen sein, um diese mögliche Bewegung sofort abzufangen.

 

Handflieger:

Der “Flieger” kann auch auf den Händen erfolgen. (Siehe Skizze K)

K

U streckt die Hände von Anfang an durch. O grätscht über U, greift mit den Händen deren Schultern als zusätzliche Stütze, verlagert das Gewicht nach vorne auf die Hände von U, so daß ihre Füße den Boden verlassen können und sie sich ausstrecken kann.

Der Abgang erfolgt, indem sie die Füße wieder auf den Boden führt.

Die Hilfestellung entspricht der beim Fußflieger.

 

  • Knie-Schulter-Balance

Dies ist eine Übung, die schwieriger aussieht, als sie in Wirklichkeit ist, denn die Oberperson muß dafür keinen freien Handstand alleine beherrschen. (Siehe Skizze L)

L

U liegt  mit dem Rücken am Boden und winkelt die Beine an. O grätscht über ihr, beugt sich nach vorne und führt ihre Schultern in die Hände von U.  U streckt die Arme gut durch, ihre Daumen sollen mit ihren restlichen Fingern am Nacken von O sein (“Affengriff”). Dann beginnt O auf Kommando die Bewegung, die ihre Hüfte nach oben führt, so daß sie in der Über-Kopf-Position ist.

Der Abgang erfolgt, indem U wieder zurück nach vorne geht, wobei sie die Beine spreizen sollte, um nicht auf U zu treffen.

Die Hilfestellung muß sich darauf konzentrieren, daß O zu viel Schwung nehmen könnte und deshalb umkippt. Dies läßt sich durch eine Hand vor der Hüfte leicht verhindern. Die andere Gefahr besteht darin, daß O den Händen entgleiten und kopfüber nach unten rutschen kann. Dieses Risiko läßt sich durch Halten an der Hüfte vermeiden.

 

Eine schwierige Fortführung dieser Übung besteht darin, daß O seine Hände weg von den Knien hin zu Os Oberarmen führt. (Siehe Skizze M)

M

Dann kann U auch ihre Beine ganz durchstrecken, was optisch besser wirkt. Diese Option ist allerdings nur für Fortgeschrittene empfehlenswert. Die Hilfestellung und der Abbau entsprechen der oberen Übung. 

 

  • Schulterstand(siehe Skizze N)

N

O steht rechts seitlich hinter U, die Hände fassen sich mit dem doppelten Hand-Hand-Griff. U geht in den Kniestand, O setzt den rechten Fuß auf den oberen Teil des Oberschenkels. Dann erfolgt auf Kommando die nach oben (nicht nach hinten!) gerichtete Bewegung, die von den Armen, insbesondere den linken, unterstützt wird, so daß O den linken Fuß auf der linken Schulter stehen hat. Es folgt zügig der rechte Fuß auf die rechte Schulter nach. U richtet sich vollständig auf und drückt den Kopf nach hinten. O drückt die Knie zusammen. Sie kann nun die Schienbeine gegen den Kopf drücken und erhält dadurch zusätzlichen Halt. Wenn dies stabil ist, kann U eine Hand nach der anderen von der Hand von O lösen und mit den Händen deren Fußgelenke halten. Langsam kann U dann auch noch die Hände von dort lösen und sie stehen frei.

Der Abgang erfolgt indem sich beide wieder an den Händen fassen, O die Arme gut durchstreckt und U O auf Kommando nach vorne runter führt. O soll sich dabei nicht abstoßen.

Für diese Übung ist es sinnvoll, am Anfang zwei Hilfestellungen zu haben, die O nach vorne und hinten absichern. Wenn nur eine Hilfestellung verfügbar ist, sollte sie sich nach hinten orientieren, da ein unkontrollierter Abgang nach hinten gefährlicher ist als einer nach vorne.

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dtv-Atlas Pädagogik
von Franz-Peter Burkard,
Axel Weiß
Siehe auch:
dtv - Atlas Psychologie I.
dtv-Atlas Philosophie
Einführung Pädagogik: Begriffe - Strömungen -...
Geschichte der Pädagogik: Von Platon bis zur Ge...
dtv - Atlas Psychologie II.
Wörterbuch der Pädagogik
 
   
 
     

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