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Circuspädagogik. Erarbeitung einer Konzeption für einen Akrobatik- und Menschenpyramidenworkshop mit dem Ziel einer Präsentation

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ISBN: 3150107482   ISBN: 3150107482   ISBN: 3150107482   ISBN: 3150107482 
 
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5. Partnerübungen

 

  • Bankposition

Einen guten Einstieg in die Partnerakrobatik bieten meiner Meinung nach Übungen mit der sogenannten Bankposition.

Die Unterperson (U) verteilt ihr Gewicht gleichmäßig auf ihre Hände und Knie. Wichtig ist, daß sowohl Arme als auch Beine im rechten Winkel zum Körper gehalten und gut durchgestreckt werden, wobei kein “Katzenbuckel” gemacht werden darf.

Die Oberperson (O) stellt sich nun auf U. Diese Bewegung sollte langsam und nicht ruckartig erfolgen. Oft ist es einfacher, wenn dabei die Hände zur Hilfe genommen werden und O sich bei U an den Schultern hält. Wichtig ist, daß O die Position ihrer Füße so wählt, daß ihr Gewicht direkt von den Oberschenkeln von U getragen wird, sie stellt sich also auf den Übergang vom Rücken zum Gesäß, so daß sie O nicht direkt auf der Wirbelsäule steht.

Die einfachste Variante ist die gemeinsame Blickrichtung. (Siehe Skizze A)

Der Abbau erfolgt schrittweise und ohne rasche Bewegungen in umgekehrter Reihenfolge. Die Hilfestellung steht hinter O.

Ein wenig schwieriger sind entgegengesetzte Blickrichtungen. (Siehe Skizze B)

B

Als weitere Steigerung kann O sich seitlich in einer leichten Grätsche auf U stellen. Dabei ist es wichtig, daß das Gewicht auf die Schulterblätter und Beckenknochen von U verteilt wird und nicht auf die Wirbelsäule. (Siehe Skizze C)

C

Die Hilfestellung begibt sich jeweils seitlich hinter O und gibt ihr – falls erwünscht bzw. erforderlich – eine Hand als Halt.

 

Die Unterperson liegt auf dem Rücken

Für weitere einfache Übungen legt sich U auf den Rücken. (Siehe Skizze D)

D

U liegt ausgestreckt, O greift an deren Fußgelenke und gibt ihr einen Fuß in die Hand des ausgestreckten Armes. Wenn O einen sicheren Halt hat, folgt der andere Fuß, der bisher noch am Boden war. Wichtig ist, daß beide ihren Körper gut durchstrecken.

Der Abgang erfolgt schrittweise und ohne rasche Bewegungen in umgekehrter Reihenfolge wie der Aufbau.

Die Hilfestellung achtet auf den Oberkörper von O.

 

U kann auch  auf dem Rücken liegend die Beine anwinkeln. (Siehe Skizze E)

E

 O greift mit beiden Händen auf die Knie von U und gibt ein Bein in ihre Hand. U streckt die Arme im rechten Winkel vom Boden. Wenn der Halt sicher ist, folgt das zweite Bein. Auch hier ist gute Körperspannung erforderlich!

Der Abgang erfolgt schrittweise und ohne rasche Bewegungen in umgekehrter Reihenfolge wie der Aufbau.

Die Hilfestellung steht beim Oberkörper von O, falls diese von den Knien abrutscht.

F

Etwas schwieriger wird es, wenn O einen Fuß auf die zusammengepreßten Knie von U stellt (siehe Skizze F) und dann auf Kommando den anderen Fuß in die Hände der ausgestreckten Arme stellt. Die Arme von U müssen schnell gestreckt werden, damit sie das Gewicht gut halten kann.

Der Abgang ist am leichtesten, wenn U den Fuß von O in ihrer Hand zum Boden führt, dabei sollte die Hilfestellung am Anfang aktiv unterstützen.

Die Hilfestellung steht seitlich hinter O.

 

  • Oberschenkelstand

Der Oberschenkelstand ist die Fortführung der Gleichgewichtsübungen.

(Siehe Skizze G)

G

Die PartnerInnen fassen sich mit dem beidhändigen Handgelenk-Handgelenk-Griff und schauen sich dabei an. Der Abstand sollte etwa 30 Zentimeter betragen. U geht in die Knie, die Füße sind leicht gespreizt. O steigt mit einem Fuß auf ein Knie von U und macht auf Kommando eine Aufwärtsbewegung wie beim Treppensteigen, die ihren zweiten Fuß auf das andere Knie führt. Dabei ist es wichtig, daß O gerade bleibt und nicht in der Hüfte abknickt. Erst wenn das gemeinsame Gleichgewicht gefunden wurde, lassen sich beide gleichmäßig und langsam nach hinten gleiten, bis beide Arme voll durchgestreckt sind.

Nun kann zusätzlich versucht werden, die Übung weiterzuentwickeln, indem U eine Hand nach der anderen zu den Oberschenkeln von O führt und diese hält.

Der Abgang erfolgt schrittweise und ohne rasche Bewegungen in umgekehrter Reihenfolge wie der Aufbau.

Die Hilfestellung sollte sich auf O konzentrieren und seitlich hinter ihr stehen. Bei Mißlingen der Übung kann U sich selbst einfach rückwärts abrollen.

 

Die Übung kann auch analog zur Gleichgewichtsübung B ausgeführt werden. (Siehe Skizze H)

H

Dabei ist es wichtig, daß U die Hüfte von O fest faßt. O unterstützt dies, indem sie sich an den Handgelenken von U festhält. Der sonstige Auf- und Abbau, sowie die Hilfestellung entsprechen der oberen Übung.

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Lexikon Pädagogik: Hundert Grundbegriffe
Siehe auch:
Empirische Sozialforschung: Eine Einführung
Sternstunden der Soziologie: Wegweisende Theor...
Sonstige Artikel:
Zivilprozessordnung: FamFG Verfahren in Familiensachen, GVG, Einführungsgesetze, EG-Zivilverfahrensrecht, Rechtsstand: voraussichtlich 1. März 2011
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