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Circuspädagogik. Erarbeitung einer Konzeption für einen Akrobatik- und Menschenpyramidenworkshop mit dem Ziel einer Präsentation

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  • Griffe

In der Akrobatik gibt es einige wichtige Handgriffe, die am Anfang zusammen ausprobiert werden.

- Der Hand-Hand-Griff

Dieses und alle anderen Bilder entnommen aus: “ Fodero, Joseph M. (1996): Menschenpyramiden, Lichtenau”

 

Wie beim Händeschütteln fassen sich die PartnerInnen mit jeweils einer Hand. Es gibt die einfache (A), die einseitig überkreuzte (B), die beidhändig überkreuzte (C) und die doppelte Variante (D).

Dieser Griff wird sehr oft beim Aufbau und Abbau einer Übung angewandt.

- Die Kralle

Die Finger beider Hände werden abgewinkelt und ineinander “gekrallt”, es gibt die einfache (A) und die zweifache Variante (B).

Dieser Griff wird hauptsächlich dazu verwendet, wenn ein oder mehrere Beteiligte mit dem Rücken zueinander stehen und der Hand-Hand-Griff deshalb schwierig anzuwenden ist.

 

- Der Hand-Handgelenk-Griff

 

Gegenseitiges Greifen kurz hinter dem Handgelenk, es gibt die einfache (A) und die beidhändige Variante (B).

Dieser Griff ist wohl der gebräuchlichste und wird in allen Phasen verwendet.

  • Phasen:

Jede akrobatische Übung und Pyramide besteht aus den folgenden Phasen:

- Aufbau

Der Aufbau erfolgt schrittweise von unten nach oben und vom Zentrum nach außen hin, um die Gefahr der falschen Raumaufteilung auszuschließen. Die beste Wirkung auf das Publikum wird erzielt, wenn die TeilnehmerInnen, die jeweils die gleiche oder eine ähnliche Position einnehmen, dies simultan tun, was durch einen einfachen Blickkontakt erreicht wird.

- Halten

Eine fertige Übung oder Pyramide sollte ca. drei Sekunden gehalten werden, um dem Publikum zu signalisieren, daß nun die Endformation erreicht wurde. Dies erfolgt am einfachsten durch leises Einzählen (z.B. “Und 1 und 2 und 3 und Ab”).

- Abbau

Der Abbau erfolgt in der umgekehrten Reihenfolge des Aufbaus, er sollte nach Möglichkeit wieder simultan und den Ebenen entsprechend erfolgen.

  • Haltung:

Bei jeder Übung und Pyramide muß die richtige Haltung individuell vorbesprochen werden, es gibt allerdings einige grundsätzliche Regeln:

    - Die belasteten Muskeln der Unterperson sollten stets gestreckt sein, da dadurch mehr Kraft erzielt wird als in gebeugtem Muskelzustand.

    - Das Gewicht sollte möglichst gleichmäßig auf beide Hände, Knie oder Füße verteilt werden.

    - Es sollte immer darauf geachtet werden, daß das zu tragende Gewicht der Oberperson, das  physikalisch betrachtet immer den direkten Weg nach Unten nimmt, auch direkt gehalten wird, d.h. der Stützpunkt der Unterperson sollte möglichst direkt über dem Schwerpunkt sein und nicht nebenan. Dies erfolgt durch die richtig eingenommene Position von der Unterperson und die richtig belastete Stelle der Unterperson durch die Oberperson.

     richtige Bankstellung (A)                 falsche Bankstellung  (B)

    - Es sollte nie eine direkte Belastung der Wirbelsäule z.B. durch direktes Stehen darauf bei der Bankposition erfolgen.

 

Richtiger Stand mit richtiger Beckenhaltung (A)

Falscherer Stand mit falscher Beckenhaltung (B)

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