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c. Grundsätzliche Sicherheitsregeln
Akrobatik und Menschenpyramiden werden leider immer
noch oft mit der Vorstellung verbunden, daß es gefährliche und riskante Disziplinen sind, bei denen das Verletzungsrisiko besonders hoch ist.
Tatsache jedoch ist, daß bei diesen
Disziplinen weitaus weniger Verletzungen erfolgen als bei Volkssportarten wie Fußball und Handball. Gründe dafür sind u.a., daß beim Bauen von Menschenpyramiden ein gemeinsames Ziel erreicht werden will.
Es gibt kein Gegeneinander, wie es bei den meisten Mannschaftssportarten üblich ist. Darüber hinaus sind alle Bewegungsabläufe Schritt für Schritt einübbar und erlernbar, wobei auf alle notwendigen
Sicherheitshilfen zurückgegriffen werden soll.
Wenn die Grundvoraussetzungen erfüllt und
ein richtiges Warmmachen stattgefunden hat, kann mit der eigentlichen Akrobatik begonnen werden. Dabei müssen einige Sicherheitsregeln beachtet werden:
Die Workshopleitung sollte einige
Grundregeln im Hinterkopf behalten, wenn es an die Umsetzung der akrobatischen Übungen und der Menschenpyramiden geht (vgl. Fodero 1996, S. 19 ff):
Die ersten Übungen sollten so gewählt werden, daß ein
Erfolgserlebnis sichergestellt ist. Das gibt den TeilnehmerInnen Sicherheit und motiviert zu neuen, schwierigeren Übungen, bei denen daraufhin die Frustrationstoleranz höher sein wird.
- Vom Bekannten zum Unbekannten:
Muster und Übungen, die schon einmal erfolgreich
erprobt wurden, können oft wieder in anspruchsvolleren Pyramiden eingesetzt werden. So fällt der Einstieg in eine neue oder größere Pyramide leichter.
- Umgehen mit körperlichen Unterschieden:
Es wird immer einige geben, die schneller lernen als
andere, weil sie mehr Vorerfahrungen haben oder einfach begabter sind. Die Workshopleitung sollte darauf achten, daß sich alle möglichst ihrem individuellen Lerntempo gemäß entwickeln können. Das kann in
der Praxis bedeuten, die Gruppe aufzuteilen und verschieden schwierige Übungen vorzugeben.
Von Anfang an sollte das Prinzip der Hilfestellung
eingeführt werden, auch bei den einfachen Anfangsübungen, damit sich die Kinder und Jugendlichen von Anfang an daran gewöhnen. Am einfachsten ist es, wenn sich die TeilnehmerInnen in Dreiergruppen
aufteilen und die Partnerübungen jeweils in allen möglichen Varianten umsetzen.
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